52 Wochen - 52 Frauen

Worauf sind sie stolz? Was können sie ganz besonders gut?

Darauf geben Frauen ihre ganz persönlichen Antworten in der Kampagne „52 Wochen – 52 Frauen" der Gleichstellungsbeauftragten Natalie Nobitz aus Steinburg und Sandra Stadniczuk aus Dithmarschen.

Wir stellen hier in einer Serie plietsche Steinburgerinnen und Dithmarscherinnen vor.

Juli

Kalenderwoche 30 - Jennifer Bielenberg

Worauf bin ich stolz?

Ich bin stolz darauf, dass ich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Brunsbüttel bin. Seit meinem 18. Lebensjahr bin ich dort in der Einsatzabteilung tätig. In dieser Zeit wurde ich zur Atemschutzgeräteträgerin ausgebildet, durfte viele technische Lehrgänge besuchen und als Maschinistin darf ich die Löschfahrzeuge der Gemeindefeuerwehr fahren. Mittlerweile bin ich als Führungskraft bis zur Verbandsführung ausgebildet und darf auch größere Einsätze oder Abschnitte leiten. Im Jahr 2015 habe ich gemeinsam mit meinen Kamerad*innen die erste Kinderabteilung in Dithmarschen gegründet.

Mir ist es wichtig, dass noch viele weitere Frauen den Weg in die Feuerwehr finden. Die Feuerwehr Brunsbüttel/Ort hat einen Frauenanteil von fast 20 %. Frauen in der Einsatzabteilung zu haben hat einen großen Mehrwert für die Feuerwehr.

Ich hoffe, dass durch diesen Artikel einige Frauen den Weg in die Feuerwehr finden werden.

Kalenderwoche 29 - Gudrun Thiele

Mein Name ist Gudrun Thiele, ich bin 1960 in Hamburg geboren, war 36 Jahre glücklich verheiratet, und nun seit 2019 verwitwet.

Ich habe drei Kinder großgezogen und nebenbei circa 56 Bastelbücher, teilweise unter dem Pseudonym Maja Rabe, geschrieben. (frechverlag und Bücherzauber Verlag)

In der Gemeinde Wacken bin ich seit circa 15 Jahren im Gemeinderat tätig, und seit zwei Jahren bin ich zweite stellv. Bürgermeisterin. Ich war zunächst Vorsitzende des Kindergartenausschusses, nun habe ich den Vorsitz im Jugend-, Kultur-, Sport- und Sozialausschuss übernommen. In diesem Ausschuss kümmern wir uns u.a. um Alles was für Jung (Ferienspaßaktion) und Alt (Wohnpark 55+) in Wacken wichtig ist.

Außerdem habe ich im Laufe der Jahre mehrmals in der Grundschule Wacken, so nebenbeiJ, als Aushilfslehrerin für das Fach Kunst gearbeitet.

Seit neun Jahren bin ich als Leitung der Offenen Ganztagsschule tätig. Eine Aufgabe die nie langweilig wird.

Kalenderwoche 28 - Corinna Viyo

Ich bin Corinna Viyo, Mutter, Angestellte und mache mir in meiner Freizeit gern die Hände in meinem Garten dreckig. Die Gartenarbeit ist der perfekte Ausgleich zu meiner Arbeit.

Als Koordinatorin der Jugendberufsagentur Dithmarschen ist eine meiner Haupttätigkeiten das Kommunizieren. Probleme identifizieren, Lösungen finden, Zusammenarbeit fördern und somit gemeinsam mit den Netzwerkpartner*innen für jeden Jugendlichen in Dithmarschen ein geeignetes Angebot in der beruflichen Orientierung bieten zu können ist meine Aufgabe, auf die ich mich jeden Tag wieder freue.

Natürlich geht das nicht immer ganz reibungslos. Und wenn ich mich dann doch mal über etwas ärgere, ist da mein Garten, in dem ich still schweigend meinen Ärger vergraben kann und der mir trotzdem hübsche und leckere Dinge wiedergibt.

 

Kalenderwoche 27 - Nicole Wittek

Obwohl mein Traumjob mit 16 Jahren “Textilverkäuferin” war, begann ich eine Ausbildung zur Arzthelferin und blieb in diesem Beruf lange tätig. Bis ich plötzlich eine Allergie bekam.

Das Ende meiner beruflichen Laufbahn in der Medizin. Nach fast einem halben Jahr zu Hause, zog es mich in einen ambulanten Pflegedienst. Hier fing ich ganz unten in der Hauswirtschaft an, arbeite mich weiter nach oben in die Pflege, belegte die Weiterbildung zur Qaulitätsmangerin bis hin zur geprüften Fachwirtin  im Gesundheits- und Sozialwesen und war zum Schluss als rechte Hand der Chefin in der Verwaltung tätig.

Zwischendurch habe ich dann noch geheiratet und einen wundervollen Sohn zur Welt gebracht. Dann kam der Tag der Entscheidung: Die Chefin sagte zu mir, “Du übernimmst jetzt den Pflegedienst”. “Was ich? Nein, ich doch nicht.” “Doch, Du schaffst das”, sagte sie. Auch mein Mann sagte, “das ist DEIN Ding und Dein Leben. Wenn Du es willst, gehe ich mit.” Plötzlich war der Pflegedienst Wittek geboren.Ich kann mir ein Leben ohne "Pflege" gar nicht mehr vorstellen. Ausserdem ich bin stolz, so ein tolles Team zu haben.

Juni

Kalenderwoche 26 - Monika Buberl-Pirrwitz

Es ist nichts Besonderes Ehrenämter zu bekleiden. Für mich ist es normal. Seit frühester Jugend bin ich ehrenamtlich tätig. Zuerst in der katholischen Kirche Neumünster mit Jugendgruppen und im Pfarrgemeinderat. Mehr als 30 Jahre bin ich Schriftführerin im Heider Frauenchor und organisiere das Weihnachtskonzert.

Nebenbei leitete ich 20 Jahre eine Suchtselbsthilfe Gruppe für Angehörige. Seit 2002 im Seniorenbeirat organisiere ich die monatliche Vortragsreihe. Außerdem betreue ich seit 10 Jahren eine Behinderte.

Das sind nur, die für mich, wichtigsten. ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Es ist nicht immer leicht, aber es bringt Spaß und ich lerne immer dazu.

Kalenderwoche 25 - Petra Suschke

Ich bin eine Unternehmerfrau des Handwerks

In unserem mittelständischen, familiengeführten Unternehmen in Itzehoe sind 20 Mitarbeiter im Elektromaschinenbauhandwerk tätig. Ich habe mich in meinen Berufsjahren vor allem in der Fakturierung, Finanz- und Verwaltungsorganisation einsetzt.

Außerdem engagiere ich mich bei den Unternehmerfrauen des Handwerks – ein Netzwerk von im Handwerk tätigen Frauen. Diese Arbeit macht mir viel Spaß und die Kontakte bereichern nicht nur mein berufliches Leben. Bei den Zusammenkünften tauschen wir Informationen aus unserem Berufsleben aus, lassen uns von Fachreferenten schulen und das Netzwerk ermöglicht uns den Zugriff auf unkomplizierte Hilfe in den Fragen des Berufsalltags (www.ufh-sh.de).

Den Betrieb habe ich vor zwei Jahren an unseren Sohn übergeben. Nun investiere ich meine zunehmende Freizeit in die Gestaltung unseres Gartens, in Kreativität am Herd und Fahrradausflüge in Norddeutschland.

Kalenderwoche 24 - Maike Hagemann-Schilling

Referentin und Regionsverantwortliche Dithmarschen

Regionsverantwortliche für Dithmarschen. Das ist meine Aufgabe beim KDA – Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt. Schon eine Weile lerne ich Land und Leute sowie die Vielfalt dieser Region kennen. Dabei gefallen mir besonders die häufig unkomplizierten und kurzen Wege in der Gestaltung von Kontakten und die Offenheit, mit der mir hier begegnet wird.

Beruflich schaue ich als KDA Mitarbeiterin vor allem auf die sich stetig verändernden Bedingungen unter denen Menschen ihre Arbeit ausüben. Dabei habe ich auch die Themen und Herausforderungen von Frauen in der Arbeitswelt im Blick. Wie sieht es aus mit der Mobilität und der Kinderbetreuungssituation, in welchen Bereichen sind Frauen über-oder unterrepräsentiert , welche beruflichen Perspektiven und welche Barrieren gibt es für sie an den Orten, an denen sie sind? Ich freue mich auf viele Begegnungen, den Austausch und gemeinsame Veranstaltungen mit den Frauen in Dithmarschen!

Kalenderwoche 23 - Regine Struve

Mein Name ist Regine Struve und ich wohne in der Kleinstadt Kellinghusen. Nein, nicht direkt an der Ostsee, aber an der Stör – auch sehr schön! Ich betreibe ein Einrichtungshaus in Kellinghusen mit ganz viel Freude, Engagement und Geschmack. Bevor ich Mitte der neunziger das Einrichtungshaus gemeinsam mit meinem Bruder eröffnet habe, war ich viel unterwegs und zwischendrin habe ich Kellinghusen auch der Liebe wegen verlassen. Studium in Köln, Arbeit in Hamburg Auslandsaufenthalt in Italien, Selbstständigkeit in Hannover und dann doch vor 13 Jahren wieder zurück nach Kellinghusen. Das war genau die richtige Entscheidung. Es ist mein Zuhause und dafür engagiere ich mich gerne als Ratsfrau. Ich wünsche mir in und für meine Stadt Lebensqualität und Lebensfreude. Ganz getreu ihrem Motto : liebe, lebe, lache.

Kalenderwoche 22 - Yvonne

 

Ich bin Yvonne (37) aus Delve und lebte lange Zeit von schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs. 2018 wurde mir die einmalige Chance geboten, den C/CE Führerschein zu machen, die ich gerne ergriff. 2019 gab mir mein heutiger Chef Stefan Gaßmann die Möglichkeit, beruflich Fuß zu fassen. Seitdem arbeite ich als LKW-Fahrerin und im Kipperbereich gerne in seinem Fuhrunternehmen. Ich genieße die Abwechslungen und die vielen Routen, die sich mir bieten. Außer quer durch Deutschland fahre ich viel in Dänemark, auch Holland und Polen durfte ich schon sehen. Und eines ist für mich sicher: Niemals mehr möchte ich beruflich etwas Anderes machen!

Mai

Kalenderwoche 21 - Jutta Ohl

Mein Name ist Jutta Ohl und ich bin eine waschechte Itzehoerin. Mein Leben lang habe ich mich im Kreis Steinburg engagiert, zunächst als Schulsekretärin am Kreisgymnasium (heutige SSG) und später als erste hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Steinburg. Bis 2008, also 17 Jahre lang, habe ich mich für die Frauenförderung im Kreis eingesetzt, um Innovationen gerungen und die Politisierung des Privaten vorangetrieben. Außerdem war ich die erste Frau bei der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung der CDU Schleswig-Holstein und habe mich stets kommunalpolitisch eingesetzt.

Ebenso als erste Frau war ich Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren der Industrie und Handelskammer in Elmshorn, und konnte ich mich für die Frauen in der Wirtschaft einsetzen.

Auch heute bewegen mich frauenpolitische Themen, weshalb ich 1999 den gemeinnützig tätigen Mädchen- und Frauenverein Donna Doria e.V. gegründet habe. Bis heute sind wir karitativ unterwegs und unterstützen Mädchen-und Frauenarbeit im Kreisgebiet.

Kalenderwoche 20 - Julia Heyer

Mein Name ist Julia Heyer. Seit 8 Jahren lebe ich in Dithmarschen. Ursprünglich komme ich aus Usbekistan, wo ich als Rechtsanwältin arbeitete. Seit Oktober 2019 bin ich Deutsche mit Migrationshintergrund. Ich bin sehr glücklich, dass ich mich voll in meinem neuen Heimatland integrierte.

Nachdem ich das B2 Sprachniveau erreicht hatte, suchte ich mir eine herausfordernde Beschäftigung. Ich freue mich, dass ich schon seit 5 Jahren im Bereich der Integration von Geflüchteten arbeite. Hier kann ich meine juristischen Erfahrungen einbringen und anderen Menschen helfen.

Ich bin als Beraterin im Netzwerk „Alle an Bord!“ erfolgreich tätig, wo ich Flüchtlinge bei der Suche nach Ausbildung oder Arbeit unterstütze. Ich bin stolz darauf, dass ich zugewanderten Menschen bei der Integration in die deutsche Arbeitswelt und Kultur helfen kann.

Ich wünsche mir, dass solche wichtigen sozialen Projekte eine langfristige Finanzierung bekommen, um Geflüchtete nachhaltig zu unterstützen.

Kalenderwoche 19 - Yvonne Casper

Ich bin Yvonne, Mitte Vierzig, Ehefrau und Mutter. Mein Hobby ist laufen, bis hin zum Marathon, bisher bin ich 22 mal einen Marathon gelaufen. Meistens in Hamburg, aber auch in Bremen, Berlin und Löningen. Vor einigen Jahren bin ich auch Steinburg Cup Siegerin gewesen und war beim Lauf zwischen den Meeren dabei. Dies ist ein Staffellauf, bei dem ich mit einer reinen Frauengruppe seit Jahren am Start bin. Dies ist eine tolle Gemeinschaftsaktion, bei dem der Zusammenhalt und Teamgeist zählt! Solche Dinge sind mir wichtig!

Außerdem bastele ich gerne und gehe mit meinem Hund Lissy spazieren. Im Urlaub gehe ich gerne in den Bergen wandern, um entspannen und ausspannen zu können.

Ich arbeite in der Rinderpraxis in Brokstedt als Tierarzthelferin. Dort bin ich hauptsächlich für die Tierseuchen und das Antibiotikamonitoring zuständig. Außerdem bin ich in Sarlhusen im Gemeinderat tätig und ehrenamtlich bei der Pflegediakonie in Rendsburg in der Trauerbegleitung behilflich. Diese Arbeit ist mir eine Herzensangelegenheit, denn ich selbst habe die Trauer um den unerwarteten Tod meines Erstgeborenen zu verkraften. In der Trauerbegleitung gibt es neben festen Trauergruppen die Möglichkeit während eines Spaziergangs oder Laufen oder auch beim Basteln mit Trauernden ins Gespräch zu kommen. Bei diesen „Aktionen“ helfe ich gerne, denn mir liegt es eher, während des Tun`s über schwere Themen, wie den Verlust eines geliebten Menschen zu sprechen, und manch Anderem auch!

Kalenderwoche 18 - Annette Thode-Flicek

Ehefrau, Tochter, Mutter, Oma, Freundin, da gäbe es viel zu erzählen. Menschen aus unterschiedlichen Kultur- und Lebensbereichen finde ich besonders spannend. Seit über 30 Jahren engagiere ich mich in kirchlicher Partnerschaftsarbeit mit Menschen in El Salvador. Wir sind bis heute miteinander im Dialog und Erfahrungsaustausch, haben uns gegenseitig besucht, unterstützt und voneinander gelernt.

Menschen, die unter schwierigsten Lebensbedingungen nicht aufgeben, kämpfen für ein besseres Leben und trotz aller Widrigkeiten das Leben feiern, haben mich nachhaltig geprägt. Ich konnte vieles von diesem Lebensmut und der Tatkraft in meinen Alltag integrieren. Begegnungen mit Menschen, die mit mir fühlen, träumen, hoffen und bauen an einer Vision von einer besseren Welt, bereichern mein Leben.

April

Kalenderwoche 17 - Carola

„Verstehen kann man das Leben rückwärts; leben muss man es aber vorwärts.“

Mein Name ist Carola und das Zitat von Søren Kierkegaard ist mein Lebensmotto. Seit 2 Jahren bin ich als Adoptionsvermittlerin im Jugendamt des Kreises Steinburg tätig. Ich habe einen Neustart gewagt und mich nach mehr als 2 Jahrzehnten aus der bunten Kitawelt verabschiedet.

Es ist mir eine Herzensangelegenheit für Adoptionsbedürftige, Adoptierte, abgebende und annehmende Eltern und Wurzelsuchende tätig zu sein, so wie die Entwicklungsbegleitung von Kindern es immer für mich sein wird.

Mir ist es wichtig, Menschen in ihrer Vielfalt und Individualität zu verstehen und Möglichkeiten aufzuzeigen, denn unser Weg im Leben verläuft niemals gradlinig und dennoch gehen wir mutig weiter und lernen unsere Irrwege zu verzeihen.

 

Kalenderwoche 16 - Claudia Steinseifer

Ich bin freie Dramaturgin und Kunsthistorikerin. Corona machte mich arbeitslos.

Die Arbeit im kreativen Bereich bedeutet stets Improvisation und Neuerfindung, einen Wechsel von Hochs und Tiefs, von Orten und Menschen. Ich schrieb hunderte Artikel über Menschen der Westküste, als Dramaturgin arbeitete ich an großen Theatern, für Filmproduktionen. Ich rief Theaterprojekte mit Geflüchteten ins Leben, organisierte ein Wandertheater für Schleswig-Holstein. Zuletzt produzierte ich einen Dokumentarfilm über einen geflüchteten irakischen Filmemacher.

Vor drei Jahren verschlechterte sich ein angeborener Herzfehler lebensbedrohlich, ich musste mich einer schweren Herz-OP stellen um weiter leben zu können. Ein Jahr brauchte ich, um gestärkt in mein Leben zurückzukehren. Voraussichtlich im Juni schließe ich mein Aufbaustudium zur Kulturmanagerin ab.

Kalenderwoche 15 - Nadine Tobien

Ich bin Platt-Fluencerin und betreibe eine plattdeutsche Kanal auf Instagram und TikTok. Der heißt #plattebloom.
Mir liegt es am Herzen diese Sprache als lebendige Kultur zu erhalten.
Mit modernen Sprüchen und  Texten, die ich in das Pattdeutsche übersetze, versuche ich diese Sprache  in die heutige Zeit zu holen.
Zuhause spreche ich nicht nur mit meiner kleinen Tochter auf platt, sondern auch mit meinen Hund, denn den habe ich auf Plattdeutschen erzogen. Er hört also auf Sitz, Platz oder auch Achtung. Mein Motto ist "Trau dich was, schnack platt!"

Ik bin Platt-Fluencerin
Ik bin Platt-Fluencerin un maak een plattdütschen Kanol op Instagram up TikTok. De nennt siek #plattebloom
Me legt dat am Hatten de Spraak as geleevte Kultur to erholn. Mit modern Schnack un Schriev, de ik in dat Plattdütsche översett, versöök ik de Spraak in de hüütige Tied to holn.
Tohuus schnack ik nie nur mit mien lütten Dochter ob platt, sondern ok mit mien Hund, denn den hebb ik ob plattdütsch ertroken. He höört also ob Sitt, Dool oder Pass op.
Mien Motto is "Tru di wat, schnack platt."

 

Kalenderwoche 14 - Franziska Pusch

Mein Name ist Franziska Pusch. Ich arbeite seit 1998 als Friseurmeisterin und Visagistin. 2018 habe ich nochmal die Schulbank gedrückt und mit 43 Jahren einen Abschluss zur Zweithaarspezialistin absolviert und zusätzlich in meinem Salon eine Zweitpaarpraxis eröffnet.

Mir war über die vielen Arbeitsjahre bewusst, was Haarausfall (auch wenn es nur dünner werdendes Haar ist) bedeutet. Identifikationsverlust, psychische Belastung und damit soziale Isolation. Ich weiß es aus eigener Erfahrung. Das bewegte mich zu diesem Schritt und ich freue mich jeden Tag aufs Neue, wenn ich Frauen/Männern in ihrer Problematik helfen kann. Entweder mit Haarteilen aus Echthaar, oder mit einem Perückenrohling, Niemand muss sich schämen, es gibt für alles eine Lösung. Manchmal hilft auch nur ein Gespräch, um Ursachen für einen Haarausfall zu suchen…

Meine jüngste Kundin ist 10 Jahre alt, die Älteste 89. Und ich liebe die Arbeit mit jedem Einzelnen, ob Chemopatient*innen, Transgender, hormoneller Haarausfall oder Alopezie-Kund*innen (kompletter Haarverlust). Meine Arbeit ist dann perfekt, wenn man sie nicht sieht! Schade eigentlich, aber anders wäre es nicht gut genug.

 

März

Kalenderwoche 13 - Christine Berg

Seit dem Jahr 2015 forsche ich ehrenamtlich und in meiner Freizeit zu Frauenbiografien aus Glückstadt und Umgebung. Inzwischen konnte ich mit Jutta Ohl gemeinsam vier Bände unter dem Titel "Fortunae - 400 Jahre Frauengeschichte(n) ...." publizieren, die vom Mädchen- und Frauenverein Donna Doria e.V. unterstützt werden.

Am 8. März 2015 zum "Internationalen Frauentag" wurde die Idee geboren, eine Sammlung mit Glückstädter Frauengeschichte(n) zu veröffentlichen. Dass diese Sammlung so umfänglich wird, die Arbeit viele Fragen aufwirft, in die Tiefe geht und gleichzeitig sehr bereichernd ist, hätte ich nicht gedacht. Und dass diese Forschung und dieses Entdecken wahnsinnigen Spaß machen, möchte ich durch die Bücher gerne mit Menschen teilen!

Kalenderwoche 12 - Ines Marie Dreier

Ich heiße Ines Marie Dreier, bin 28 Jahre alt, verheiratet und Mutter. Ich wohne in Sarzbüttel und arbeite im WKK. Ich halte gerne Vorträge zu verschiedenen Themen. Häufig wurde ich mit Vorurteilen gegenüber meiner Generation Y konfrontiert, so dass ich mehr über die Generationen wissen wollte und versuche die Generationen mit Witz und Fakten von den Vorurteilen abzubringen. Mein Ziel ist es Verständnis untereinander zu erwirken.

Ich bin bei den Jungen Landfrauen Dithmarschen aktiv und studierte nebenher Gesundheitsökonomie B.A. Ich möchte damit zeigen, dass auch auf dem Land alles machbar ist und Beruf, Familie und persönliche Ziele sich nicht ausschließen.

Kalenderwoche 11 - Sarah

Loslegen und Ideen umsetzen

Ich bin Sarah, 31, wohne in Oldendorf. Als gebürtige Hamburgerin begann ich in Werbeagenturen mein Berufsleben. Ich erfuhr, wie tough dies ist und was für ein dickes Fell „Frau“ haben muss, trotz fünf Jahren Studium in England.

Ich bin leise, ruhig und hochsensibel - keine Eigenschaften, um in der Werbebranche „überleben“ zu können. Mobbing/Belästigung jeglicher Art am Arbeitsplatz war Alltag mit Druck und Erwartungshaltung „zu funktionieren“. Ohne Lob, dafür aber viel Kritik.

Eine Angst- & Panikstörung war das Ergebnis. Es folgten zwei Jahren Arbeitsunfähigkeit, Ärzte/Therapeuten, Therapieversuche und Medikamente um mich zu „reparieren“. Dass ich nicht repariert werden musste, war mir klar, also fasste ich den Entschluss, mein Leben in die Hand zu nehmen und zog aufs Land.

Seit 2018 bin ich selbstständig als Künstlerin, Grafikdesignerin & Familienfotografin. Selbstbestimmtes Arbeiten ist für mich wichtig. Ich ermutige Frauen, das zu tun, was sie erfüllt, sich nicht klein reden zu lassen und Mut zu haben: loslegen und Ideen umsetzen, egal, wie viele sagen „das schaffst du eh nicht“.

KW 10 - Manon Sinnewe

Kalenderwoche 10 - Manon Sinnewe

Ich bin Manon Sinnewe. Ehefrau, Mutter, Gesundheitsmanagerin, Coach, Visionärin. Aufgewachsen in Norddeutschland, habe ich das Meer nie weit aus den Augen verloren. Von der Ostseeküste, an den Hamburger Hafen und dann an die Nordsee. Mein größter persönlicher Erfolg war meine Reise ans andere Ende der Welt, trotz Flugangst. Ich las in einem Ratgeber, wenn Du wachsen willst, stell dich deinen Ängsten. Also dachte ich, das schaffe ich. Hamburg, London, Singapur, Adelaide, Auckland, Fidschi und L.A.

Ich bin fasziniert davon, wie eine bewusste Entscheidung ungeahnte Kräfte mobilisieren kann. Mit tillid Coaching möchte ich Frauen unterstützen, in ihre eigene Kraft zu finden und zu wachsen.

Kalenderwoche 9 - Kimberly

Sport, Familie, meine Arbeit und mein Husky Mischling Luna sind mein Leben. Ich bin Kimberly, 26 Jahre und habe zwei abgeschlossene Ausbildungen. Mit meiner zweiten Ausbildung als Fachangestellte für Bäderbetriebe habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht, denn ich betreibe die Schwimmschule Müller „Der Weg ist das Ziel“ gemeinsam mit meiner Mutter. Außerdem gebe ich Babyschwimmkurse und im Sommer findet man mich sowieso immer im Freibad Lägerdorf.

Nach der Geburt meines Sohnes habe ich sofort wieder auf Hochleistungsniveau trainiert, um meine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Für mich war immer klar, dass ich nicht nur Mutter sein möchte, sondern auch berufstätig. Dieser Plan ist aufgegangen und ich freue mich jeden Tag darüber.

Februar

Kalenderwoche 8 - Neele

Ich bin Neele, 28, BA Industriedesign, MA Interfacedesign. Produktentwicklung, Produktkonzepte und Marken sind meine Aufgaben. Ein Reitsportprodukt wurde patentiert, ein weiteres genießt Design-Schutzrechte. Unabdingbar ist schwarzer Humor, der sich in meinem Lockdown-Projekt wiederfindet. Außerdem habe ich einen Gabelstaplerschein, ein einjähriges Tischler-Praktikum gemacht und saniere mit meinem Freund einen Resthof. Ich schütte Estrich, baue Fenster ein und schwinge den Vorschlaghammer.

Aus meinem Alltag: Während eines telefonischen Beratungsgesprächs wurde mir von einem Mann gesagt, dass es als Frau eine Überlegung ist, wie groß das Unternehmen werden soll oder ob man im kleinen Rahmen bleibt. Da war ich sprachlos.

Die Messe-Frage, ob der Chef zu sprechen ist, ist Gewohnheitssache. Ebenfalls die Frage, ob ich mir zutraue große Anhänger zu fahren, das Projekt anzugehen oder selbständig zu sein. Meine Antwort: Hell, yes!"

Kalenderwoche 7 - Saskia Jäger

In meiner Freizeit werde ich kreativ

Moin! Ich bin Saskia Jaeger, 22 Jahre jung und studiere derzeit Biotechnologie-Verfahrenstechnik in Flensburg. Heute möchte ich hier allerdings meine wohl größte Leidenschaft mit dir teilen. Denn ganz im Gegensatz zu meinem naturwissenschaftlichen Interesse im Studium, liebe ich es in meiner Freizeit kreativ zu werden und verbringe mittlerweile fast jede freie Minute damit, zu zeichnen oder zu malen. Dieses Hobby habe ich Mitte 2019 erst richtig für mich entdeckt, als ich mich nach langer Zeit wieder vor eine Leinwand setzte. Seitdem ist es zu einem der wichtigsten Bestandteilen meines Lebens geworden. Meine Kunst besteht hauptsächlich aus Tier- und Menschenportraits, denen ich versuche ein wenig Magie einzuhauchen und so auf die Wunder in jedem Lebewesen aufmerksam zu machen. Schau für mehr Bilder doch gerne mal auf meinem Instagram-Account „sjaeger_art“ vorbei!

Kalenderwoche 6 - Karen Möller

Ich heiße Karen Möller und bin eine der sympathischen Stimmen am Telefon der Kreisverwaltung Dithmarschen.

„Ohne unser Gestern würd‘ ich mich heut nicht so auf morgen freuen. Ist es nicht das, was zählt: Eine Zeit, die gut für 100 Leben reicht…“ So singt Johannes Oerding in „Hundert Leben“ und er spricht mir damit aus der Seele.

Gehörten vor Corona Konzerte, Theater und bereichernde Begegnungen fest zu meinem Alltag, ist derzeit so manches ruhiger. Ich lebe verstärkt nach innen, bin nachdenklicher. Verbringe die Freizeit mit meinen Büchern, meiner Musik und den Erinnerungen vor Corona. Das muss momentan reichen. Ich wünsche mir, dass wir alle die herausfordernde Zeit gut überstehen. Auf eine lebhaftere, buntere Nach-Coronazeit.

Bleiben Sie gesund.

Kalenderwoche 5 - Melanie Bangert

Ich gehe unkonventionelle Wege

„Sag mal, wenn Du so viel unterwegs bist, kochst Du dann für Deinen Mann und die Kinder vor?“ Mit meinem klaren „Nein“ hatte die Dame vor mir nicht gerechnet, denn mein Mann ist so gleichberechtigt und meine Kinder sind so selbstständig, dass sie ein paar Tage ohne mich auskommen.

Ich bin Ehefrau, Mutter, selbstständige Unternehmerin, engagierte Ehrenamtlerin, Freundin, stetig Lernende und so vieles mehr. Trotzdem muss ich mich immer wieder rechtfertigen – weil ich eine Frau bin, meine Eigenständigkeit liebe und manchmal unkonventionelle Wege gehe.

Im Schatten stand ich auch schon - damals als alleinerziehende, berufstätige Mutter. Auch damals musste ich mich rechtfertigen. Für den fehlenden Mann, für meine vielen Arbeitsstunden und für die dauernde Erschöpfung.

Meine schwächsten Momente, offenbarten meine Stärken und ich würde mir wüschen, dass wir Frauen uns noch mehr gegenseitig den Rücken stärken.

Januar

Kalenderwoche 4 - Ulrike Grähling

Geboren in Hanau/Hessen, wagte ich mit 49 Jahren mit meinem Mann 2014 einen Neustart in Barkenholm/Dithmarschen.

Meine positive Lebenseinstellung und mein Humor machen mich zu dem, was ich bin. Auch wenn die Hürden in meinem Leben oft sehr groß waren, habe ich sie gemeistert und niemals meinen Optimismus und meine Willenskraft verloren.

Mit dieser Einstellung habe ich meine drei Kinder zu kritikfähigen jungen Erwachsenen erzogen, auch wenn meine beiden Jungs geistig behindert sind.

Jetzt investiere ich meine Kraft unter anderem in geförderte Naturschutzprojekte auf unserem Resthof. Aber auch die Haltung von Nutztieren für den Eigenbedarf unter artgerechten Bedingen ist mir eine Herzensangelegenheit.

Kalenderwoche 3 - Valentina

Hallo, mein Name ist Valentina ich bin 32 Jahre alt. Ich lebe seit 11 Jahren in Itzehoe und vor 25 Jahren bin ich aus Kasachstan mit meiner Familie nach Deutschland gekommen.

Ich bin stellvertretende Filialleiterin in einem Discounter. Arbeite in Teilzeit und bin in Vollzeit eine alleinerziehende Mama eines 9 jährigen Sohnes. Meinen Sohn erziehe ich seit 3 Jahren komplett allein.

Ich bin alles für ihn so wie er es auch für mich ist. Einen Job im Einzelhandel, wo man flexibel arbeiten muss, um das Familienleben unter einen Hut zu bekommen ist nicht einfach, aber mit Hilfe von einem sehr guten Chef und viel Engagement meinerseits bekomme ich alles unter einen Hut.

Kalenderwoche 2 - Elisabeth Steinschulte

Mallorca, ich komme!  

Man erklärte mich  für verrückt. Mein Arzt fand das gut. Ich buchte für drei Wochen im März. Als Schwerbehinderte hatte ich Hilfe. Corona? kein Thema. Auf Mallorca schien die Sonne. Das Hotel - barrierefrei und der Strand direkt davor. Alles lief  toll. Ich war stolz, dass ich jeden Tag einige Schritte mit dem Rollator mehr machte. Dann! Hausarrest. Polizei bewachte Ausgänge, Ort tabu. Nix wie weg! Das Reisebüro hatte sich weggeduckt. Ab nach Hamburg über Madrid geordert. Tags vorher,  82. Geburtstag. Ich bitte um 1 Glas Sekt. Dann. „Stubenarrest“. Wetter schlecht, auf dem Balkon kalt. Gratulationen mit Words-App. Ratschlag: „Zieh den Wintermantel an, setz dich auf den Balkon und trink eine Flasche Wein.   Das tat ich. Mallorca? Jederzeit wieder.

Kalenderwoche 1 - Natalie Nobitz

Frauen wollen nicht in die Öffentlichkeit.

Diese Aussage höre ich als Gleichstellungsbeauftragte regelmäßig. Gleichzeitig treffe ich jeden Tag großartige Frauen, die sich in unterschiedlichsten Bereichen engagieren und keineswegs die Öffentlichkeit scheuen. Anstatt diese Tatsache immer wieder zu betonen, lasse ich jetzt Taten sprechen, oder viel mehr Geschichten. Geschichten von Frauen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen an der Kampagne „52 Wochen – 52 Frauen“ mitmachen und dadurch zeigen, wie vielfältig und großartig wir sind. Geschichten von Frauen die in ihrem Leben Hürden überwunden haben und neue Wege eingeschlagen sind. Geschichten von Frauen, die mich beeindruckt und berührt haben, als ich sie zum ersten Mal lesen durfte.

Vielen Dank an alle tollen und großartigen Frauen, die mitgemacht haben.

Sie ermutigen durch ihre Teilnahme andere Frauen, in die Öffentlichkeit zu treten.