36 Monate, 36 Gesichter

Das Projekt "36 Monate, 36 Gesichter" initiiert von der Koordinierungsstelle für Integration und Teilhabe, stellt 36 Menschen und ihre Biografien vor. Im Mittelpunkt stehen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.
Das Projekt möchte Teilhabe ein Gesicht geben und dadurch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Der Beitrag wird auf unserer Website hochgeladen. Im Monat wird eine Person interviewt.

1. Monate - Bodur Alkutmeh

Mein Name ist Bdour Alkutmeh. Ich bin 32 Jahre alt. Seit 6 Jahren bin ich in Deutschland. Der 19. Oktober 2015 war für mich der erste Tag in Deutschland. Ursprünglich komme ich aus Damaskus. Ich habe 3 Kinder (6, 7 und 9 Jahre alt)

Nachdem ich das C1-Sprachniveau erreicht hatte, begann ich mein Studium in der Fachrichtung Green Building Systems im September 2019 in der Fachhochschule Westküste.

Neben dem Studium habe ich Nachhilfe in der Klaus-Groth-Schule in Heide gegeben und in der Firma UTZ gearbeitet und bin weiterhin ehrenamtlich in der Diakonie tätig. Zurzeit bin ich bei Kreis Dithmarschen als Praktikantin beschäftigt.

Als berufliches Ziel strebe ich den Master in Green-Energie an. Danach möchte ich eine eigene Firma gründen. Ich möchte ein Vorbild für andere Frauen sein und ihnen vielfältig helfen.

Ich bin sehr glücklich, dass ich mich voll in meinem neuen Heimatland integriere.

2. Monate - Fadila Mahfoufi

"Mein Name ist Fadila Mahfoufi und ich komme aus Algerien. In der Heimat habe ich ein Studium mit dem Abschluss zur Diplom-Ingenieurin im Fachbereich Industrielle Chemie; hier Schwerpunkt Umwelt-technik absolviert. Seit Juli 2012 lebe ich in Deutschland mit meinem Mann zusammen. Mittlerweile habe ich meine B1 Prüfung bestanden und bin dazu deutsche Staatsbürgerin geworden. In den letzten Jahren habe ich freiwillig als Sprachmittlerin für die arabische Sprache, und auch in anderen Projekten ehrenamtlich bei der Diakonie gearbeitet. Ich bin auf der Suche nach einer adäquaten Arbeit nach meiner Qualifikation. Zur Zeit arbeite ich als Moderatorin bei einem Projekt. Dieses Projekt wird vom Innenministerium Schleswig-Holsetin gefördert und läuft ein Jahr. Es ist ein Kooperationsprojekt von dem Diakonischen Werk und dem Kreis Dithmarschen (Koordinierungsstelle für Integration und Teilhabe). Das Projekt heißt  „Regional-International“.

Ich bin immer stolz und glücklich, wenn die Sendung am Samstag des Monatsendes, um 18 Uhr, auf dem Offenen Kanal Westküste ausgestrahlt wird. Durch meine Arbeit und die Teilnahme an diversen Veranstaltungen habe ich viele gute Menschen kennengelernt. Aus meiner Erfahrung empfehle ich den zugewanderten Menschen in Deutschland: Zuerst die deutsche Sprache lernen und sich diese Schlüsselkompetenz aneignen, wenn man sich hier verständigen will. Auf alle Fälle immer optimistisch sein und den Kontakt zu den Einheimischen suchen, das finde ich sehr wichtig."